Hallo ihr Lieben!

Nachdem es in diesem Monat auf meinem Blog sehr ruhig war, möchte ich mich kurz zurückmelden.

Ich habe die zweite Klausurenphase dieses Studienjahres hinter mich gebracht. Das Lernen auf die Klausuren hat aber einen ganzen Haufen Zeit und mich praktisch mein Sozialleben in den vergangenen drei Wochen gekostet. Gelesen habe ich zwar immer noch (mein allabendliches Zu-Bett-geh-Ritual), aber zum Bloggen bin ich offensichtlich nicht gekommen.

Gestern konnte ich dann aber endlich auch die letzte Klausur abhaken und nun arbeite ich fleißig daran, einen ganzen Haufen gelesene Bücher in Rezensionen umzusetzen. In den nächsten Wochen werdet ihr also definitiv regelmäßig von mir hören!

Bis dahin wünsche ich euch noch ein schönes Wochenende – genießt die Sonne und habt Spaß 🙂

Love,
Celina xxx

Lesemonat April

Hallöchen ihr Lieben!

Dieser April hat wirklich einmal gemacht was er will: wettertechnisch war ja wirklich keinerlei Verlass auf diesen Monat. Mir haben die vielen Wetterumschwünge erneut eine dicke Erkältung verpasst und damit einher ging eine akute Blogunlust. Daher hinke ich mit den Rezensionen ziemlich hinterher (neben mir liegen gerade vier Bücher, die mich quasi klagend anschauen).

Vom Lesen her war es allerdings ein richtig guter Monat, mit 19 gelesenen Büchern, neun davon waren neu. Und auch im April haben sich wieder englische und deutsche Bücher die Waage gehalten, denn insgesamt komme ich auf zehn deutsche Bücher.

  • A Street Cat Named Bob von James Bowen > 5 Sterne
  • Scherben der Hoffnung von Nalini Singh > 3 Sterne
  • Feuer und Stein von Diana Gabaldon > 5 Sterne
  • Lockruf des Verlangens von Nalini Singh > 3 Sterne
  • All Wound Up von Jaci Burton > 4 Sterne
  • The Perfect Play – Spiel mit der Liebe von Jaci Burton > 4 Sterne
  • Changing the Game von Jaci Burton > 4 Sterne
  • 365 – Wenn die Masken fallen von Isabel Kritzer > 4 Sterne
  • Rock Kiss – Ich berausche mich an dir von Nalini Singh > 4 Sterne
  • Talking Dirty with the CEO von Jackie Ashenden > 4 Sterne
  • A Man Called Ove von Fredrik Backman > 5 goldene Sterne
  • Ella & the Beast von S.E. Smith > 3 Sterne
  • Rock Kiss – Ich will alles von dir von Nalini Singh > 4 Sterne
  • Einsame Spur von Nalini Singh > 3 Sterne
  • Berlin Beirut von Gitta Mikati > 3 Sterne
  • Evil Under the Sun von Agatha Christie > 5 Sterne
  • Das Geheimnis der Eulerschen Formel von Yoko Ogawa > 5 Sterne
  • Lick von Kylie Scott > 4 Sterne
  • Born A Crime von Trevor Noah > 5 goldene Sterne

Normalerweise kann ich mich ziemlich schnell und ohne große Probleme auf ein Highlight des Monats festlegen. Das ist mir diesmal beim besten Willen nicht gelungen und so habe ich mich jetzt auf zwei Bücher festgelegt:

Wie war euer April? Habt ihr die paar schönen Tage genossen?

Rezension – Berlin Beirut

Vielen Dank an die KongKing PR-Agentur und den Divan-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!

Mahmoud kommt aus Beirut. Vor dem Bürgerkrieg in seinem Heimatland ist er 1977 in die DDR geflohen und wird von dort in den Westen geschleust.
Am Bahnhof Friedrichstraße wartet die 20jährige Maria auf ihn, um eben dies zu veranlassen. Ihr Onkel Albert, von den libanesischen Flüchtlingen Ali genannt, organisiert das Einschleusen. Wer seine Schulden nicht bezahlen kann, muss diese in seiner Diskothek abarbeiten – oder Autos in den Nahen Osten überführen.
Als Maria Mahmoud auf einem dieser Autokonvois begleitet, lernt sie seine Familie und den Bürgerkrieg kennen – und verliebt sich in ihn. Als sie schwanger wird, heiraten die beiden. Doch dann verstrickt sich Mahmoud in Deals, aus denen es keinen Ausweg zu geben scheint …

Nachdem ich vor kurzem bereits einmal festgestellt habe, dass ich zwar einen ganzen Haufen historische Romane (und Sachbücher) habe, aber nur ein verschwindend geringer Teil davon das geteilte Deutschland zum Thema hat, habe ich mich umso mehr über das Angebot gefreut, dieses Buch zu rezensieren.
Wenn in Bezug auf dieses Buch die Rede von einem „unbekannten Kapitel deutscher Geschichte“ ist, dann wurde damit bei mir der Nagel auf den Kopf getroffen. Ich hatte keinerlei Ahnung davon, dass die DDR einen Haufen Geld mit Transitvisa für libanesische Flüchtlinge gemacht hat.

Während des Bürgerkriegs im Libanon verdiente die DDR so viel Geld mit Einreisevisa und Flugtickets, dass sie die Berliner Mauer damit hätte tapezieren können.
– Maria, S. 10

Dieses Buch dreht sich weniger um die politischen Vorgänge; der Fokus liegt auf der persönlichen​ Situation einzelner Flüchtlinge sowie die Organisation des Einschleusens.
Positiv in diesem Zusammenhang fand ich schon einmal, dass man nicht mit Personen erschlagen wird. Hauptsächlich dreht sich der Roman um Maria, ihren Onkel Albert und Mahmoud, hinzu kommen noch ein paar Nebencharaktere. Die Zahl derer kann man allerdings an einer Hand abzählen. So habe ich nie den Überblick verloren.

Gar nichts so einfach, diese Gefühlswelt

Allerdings bin ich mit Maria durchgehend nicht wirklich warm geworden. Ihre Gefühlskälte, welche sie den Asylanten entgegenbringt, wirkt zwar einerseits im Angesicht ihrer persönlichen Geschichte realistisch (sie ist praktisch mit Gaunern aufgewachsen und hat schon recht früh allerlei Tricks und Kniffe erlernt, die als illegal zu verbuchen sind).
Andererseits erschien sie mir oftmals zu erwachsen für ihr Alter und eben die Abgebrühtheit hat mich manchmal erschreckt. Sie scheint keinerlei Mitleid mit den Flüchtlingen zu empfinden und legt eine geringschätzige Haltung an den Tag.

Nun kann man argumentieren, dass dies eine verständliche Reaktion ist für ein Mädchen, dass mit einem kriminellen und ebenfalls ziemlich abgebrühten Onkel aufgewachsen ist. Dem stimme ich auch zu, allerdings wirkt dann ihr Wandel gegenüber Mahmoud und dem gemeinsamen Kind eher unrealistisch. Sie scheint sich von einem Tag auf den anderen von der Gangsterbraut zum verliebten Teenager und weiter zur verantwortungsvollen Mutter zu wandeln.

Wussten wir überhaupt, was Liebe war? Wenigstens einer von uns beiden?
– Maria, S. 153

Überhaupt scheinen es die Personen im Buch nicht so mit Gefühlen zu haben. Allgemein herrscht eine große Gleichgültigkeit vor, vieles wird auch nicht weiter ausgeführt und teilweise habe ich mich schon gefragt, wie zur Hölle es zu manchen Verbindungen kam.
Von der komplizierten Gefühlswelt einmal abgesehen, hat mir das Buch richtig gut gefallen – und zwar das Gesamtpaket. Normalerweise gehe ich nicht groß auf das Cover ein, da es bei mir auch nur eine untergeordnete Rolle spielt. Aber in diesem Fall hat es mich ebenso sehr überzeugt, wie der Klappentext. Es passt richtig gut zum Buch und mich Geschichtsfreak spricht auch die Gestaltung sehr an. Zudem ist es eines der wenigen Bücher, die keine Person (bei historischen Büchern: Frau in merkwürdiger Pose) auf dem Cover haben. Von daher hat das Buch allein schon dafür einen dicken Pluspunkt verdient.

Wie schon erwähnt, war es für mich ein unbekanntes Kapitel der deutschen Geschichte. Zudem ist die DDR für mich etwas wirklich Historisches: In meinem Kopf gibt es nur das eine Deutschland, den ehemaligen Standort der Mauer kenne ich nur aus Reiseführern oder eben Büchern und ich musste auch noch nie ewige Grenzkontrolle über mich ergehen lassen um in irgendein deutschsprachiges Gebiet zu kommen.
Daher ist es für mich natürlich umso interessanter, dieses Buch zu lesen. Ich bin zwar die falsche Ansprechperson, wenn es darum geht, wie realistisch die Geschichte ist. Aber aus meiner Sicht hätte sich so etwas tatsächlich entwickeln können: dass Flüchtlinge auch „Einheimische“ heiraten ist nicht wirklich ungewöhnlich und da Schmuggler (egal ob sie Menschen oder etwas anderes schmuggeln) nicht die angenehmsten Zeitgenossen sind, wirkte auf mich auch der kriminelle Teil des Buches durchaus einleuchtend.

Der Krieg bekam ein Gesicht.
– Maria, S. 122

Hinzu kommt, dass mir auch der Schreibstil richtig gut gefallen hat. Mikati schreibt verständlich und in recht kurzem Sätzen, zudem sind viele Unterhaltungen sehr umgangssprachlich. Dies sorgt zum einen dafür, dass die Geschichte sehr gut zu lesen ist, trägt aber auch zu der Athmosphäre im Buch bei.
Die zu beschreiben ist gar nicht so einfach, denn einerseits hat man viele Ausländer, die mit der deutschen Sprache zu kämpfen haben und viele Deutsche, die dem gegenüber sehr herablassend und abschätzig sind. Andererseits ist es auch geprägt von erstaunlichem kriminellen Witz in Bezug auf das Geschäftliche und viel Geschick von Seiten der Flüchtlinge, um sich in Deutschland ein Leben aufzubauen.

Insgesamt kann ich dieses Buch jedem empfehlen, der einen Einblick in Einzelschicksale dieser Zeit haben will und gerade für Menschen meiner Generation, die das geteilte Deutschland nicht mehr erlebt haben, kann es sehr interessant sein. Andererseits sollte man nicht zu viel davon erwarten, wenn man etwas neues erlernen will. Gerade über die DDR an sich und das Verhältnis der beiden deutschen Staaten lernt man nichts neues, eher wird ein gewisses Allgemeinwissen vorausgesetzt.

„Du brauchst keine Kraft dafür. […] Wenn du locker bleibst, geht das besser. Wie alles im Leben.“
– Maria, S. 91

3Sterne

Über Gitta Mikati:
Mikati wurde am Bodensee als eines von fünf Kindern geboren. 1968 zog die Familie nach Berlin, dort machte Mikati die Mittlere Reife. Danach begann sie eine Ausbildung zur Polizeibeamtin, arbeitete bis 1985 als solche und war danach als Regierungsbeamtin auch weiter im Staatsdienst tätig. Sie lernte einen Bürgerkriegsflüchtling kennen und lieben, heiratete ihn später.
Berlin Beirut ist ihr erster Roman, zudem hat sie Beiträge zu zahlreichen Anthologien geliefert.
Quelle: Website der Autorin

Weitere Meinungen zum Buch:

  • Booknerds (10/15 Big Apples; „sehr kurzweilig geschrieben und gut lesbar, dabei regt es auch zum Nachdenken an“)
  • Dieter Wunderlich („außergewöhnlich realistisch“)

Bildquelle Cover: KongKing
Bildquelle Berlin stilisiert: Pr-ide.de
Bildquelle Autorenbild: Gitta Mikati

Rezension – A Man Called Ove

Ove hat Prinzipien. Und die müssen eingehalten werden. Also sorgt er in der Reihenhaussiedlung, in der er lebt für Recht und Ordnung, indem er die Einhaltung der Regeln überwacht.
Doch seitdem seine Frau Sonja gestorben ist und er außerdem altersbedingt seinen Job verloren hat, findet er keine rechte Freude mehr am Leben. Und so macht er sich in seiner pragmatischen Art daran, seinem Leben ein Ende zu setzen, um endlich seine geliebte Frau wieder zu treffen.
Die Vorbereitungen laufen auch richtig gut – bis nebenan eine neue Familie einzieht und zunächst einmal Oves Briefkasten über den Haufen fährt …

Sorrow does strange things to living creatures.
– S. 147

Vor einigen Jahren gab es um dieses Buch einen großen Hype und auch ich bin in den Buchläden immer wieder darüber gestolpert. Allerdings ist es nie in mein Bücherregal gewandert, da ich mir nicht sicher war, ob es mir gefallen würde.
Meine Tante hat es mir nun zum Geburtstag geschenkt und ich bin ziemlich schnell in der Geschichte um Ove versunken.
Dieser ist ein echtes Phänomen. Die Geschichte beginnt in der Gegenwart und Ove ist einem zunächst einmal wirklich unsympathisch – oder zumindest ging es mir so. Sein starres Beharren auf Regeln und der unfreundliche Weg, mit dem er diese durchsetzt, sind nicht sonderlich einnehmend.

Ove wanted what was right to be right, and what was to be wrong.
– S. 97

Aber sobald aus Oves Vergangenheit erzählt wird, ändert sich das. Zum einen beginnt man nachzuvollziehen, warum Ove sich so verhält, wie er es nun einmal tut. Zum anderen wird eine Liebesgeschichte erzählt, die mich regelmäßig den Tränen nahe gebracht hat.

Fredrik Backman gelingen in diesem Buch viele kleine Kunststücke. Dazu zählt auch, dass die Ehe von Sonja und Ove manchmal zu gut klingt, um wahr zu sein und gleichzeitig so realistisch wirkt, dass man die beiden förmlich vor sich sehen kann. Es ist keine spektakuläre Beziehung mit leidenschaftlichen Streits und nahezu unüberwindbaren Herausforderungen. Es ist im Gegenteil eine Beziehung, bei der sich die beiden Beteiligten auf eine eher ruhige Art so gut ergänzen, dass auch mehrere Jahrzehnte Ehe und einige Schicksalsschläge nichts an der Liebe und Zuneigung dem anderen gegenüber geändert haben, diese eher noch verstärkten.

People said Ove saw the world in black and white. But she was colour. All the colour he had.
– S. 40

Zum größten Teil ist die Beziehung der beiden aus Oves Sicht erzählt und die Zärtlichkeit, die er seiner Frau entgegenbringt, ist einfach nur rührend. Dabei kann man sich oft nicht zwischen Lachen und Weinen entscheiden.
Und das ist das nächste Kunststück, das Fredrik Backman geschafft hat. Er schreibt viele Sätze, die zwar zum Lachen sind, die mich aber gleichzeitig auch melancholisch gestimmt haben, zum Beispiel wenn Ove das hier über seine Frau und seine Ehe denkt:

You marry. For better or for worse until death do us apart, wasn’t that what they agreed? Ove remembers quite clearly that it was. And she wasn’t supposed to be the first on to die. Wasn’t it bloody well understood that it was his death they were talking about?
– S. 91

Am Ende hat Backman dann geschafft, was vorher noch kein Autor geschafft hat: mich zum Weinen zu bringen. Es gab auch vorher schon Bücher, bei denen ich Tränen in den Augen hatte. Aber hier lag ich in meinem Bett und habe wirklich geheult wie ein Schlosshund.

Neben der zu Tränen rührenden Seite, ist es auch ein richtig witziges Buch mit vielen wunderbaren Charakteren. Dazu zählen insbesondere die neuen Nachbarn, die Oves Briefkasten in Mitleidenschaft ziehen und die ich manchmal gerne geknuddelt hätte.
Auf ganz andere Weise ergänzen sich auch diese gut mit Ove: die Mutter kann es in ihrer Hartnäckigkeit mit ihm aufnehmen und lässt sich auch nicht von seiner abweisenden und unfreundlichen Art abschrecken. Damit steckt sie ihre Kinder an, die ihn als Opa „adoptieren“ und dadurch unwissentlich helfen, ihn aus seinem Loch zu bringen.

[Ove] felt one should not go through life as if everything was exchangeable. As if loyalty was worthless.
– S. 73

Das Buch ist zwar nicht besonders lang, aber jeder Charakter ist schön herausgearbeitet mit den unterschiedlichsten Persönlichkeiten. Immer mit den kritischen Augen von Ove betrachtet, sind sie dennoch sehr sympathisch und realistisch.
Um auf obiges Zitat zurückzukommen: Sie zeigen Ove, dass es immer noch Menschen gibt, die loyal sind und denen seine Freundschaft, seine Loyalität und sein Wohlergehen wichtig sind.
Es ist sehr einfach, all diese Menschen ins Herz zu schließen, so dass es nahezu zu einer Qual wird das Buch zuzumachen und nicht mehr mit ihnen lachen und leben zu können.

Wer dieses Buch noch nicht gelesen hat, sollte es unbedingt tun! Das Buch ist eine unschlagbare Mischung aus rührender, aber keineswegs kitschiger, Liebesgeschichte und unglaublich witzigen Anekdoten. Ob man nun vor Lachen oder Weinen Tränen in den Augen hat, ist oftmals schwer zu entscheiden und wechselt ständig während eines Kapitels.
Es wird viel über den Verlust geliebter Menschen philosophiert und dennoch ist es ein sehr lebensbejahendes Buch, dass die Kleinigkeiten vor Augen führt, die das Leben lebenswert machen.

For the greatest fear of death is always that it will pass us by. And leave us there alone.
– S. 284

Über Fredrik Backman:
Backman wurde 1981 in Stockholm geboren und wuchs in Helsingborg, nicht weit entfernt von Malmö, auf. Er brach ein Studium der Religionswissenschaften ab und ging verschiedenen Gelegenheitsjobs nach, unter anderem arbeitete er für eine Stockholmer Zeitung. Seit 2008 ist er freischaffend tätig; vier Jahre später erschien sein erster Roman, Ein Mann namens Ove. Das Buch avancierte sofort zum Bestseller, wurde in mehr als 25 Sprachen übertragen und mittlerweile auch verfilmt.
Ihm folgten zwei weitere Bücher, Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid sowie Britt-Marie war hier, welche ebenfalls international erfolgreich sind.
Er lebt zusammen mit seiner Frau und den beiden Kindern in der Nähe von Stockholm.
Quelle: Wikipedia

Weitere Meinungen zum Buch:

  • The Eyrie (englisch; 10/10 Punkte: „It’s one of the best books I’ve ever read. Highly, highly recommended.“)
  • Bookshelf Fantasies (englisch; „[…] by the end I was hopelessly caught up in the emotional impact of the story and very much invested in Ove and his ragtag gang of neighbors and partners in crime, so to speak.“)
  • Literatwo („[…] ein poetischer, magischer Roman voll von schwarzem Humor.“)

Bildquelle Cover: Sceptre Books
Bildquelle Häuserreihe: Dreamstime
Bildquelle Autor: Simon & Schuster

Evergreens – Erich Kästner

In dieser kleinen Reihe möchte ich euch meine Evergreens vorstellen: Bücher, die einen besonderen Platz einnehmen, die mich teilweise schon mein Leben lang begleiten. Es sind Bücher, über die ich keine genaue Rezension schreibe, weil ich normalerweise nur Bücher rezensiere, die ich gerade gelesen habe. Ich sehe meine Beiträge über die Evergreens auch nicht wirklich als Rezensionen an, da es keine mehr oder weniger sachliche Begründungen geben wird. Es sind einfach emotionale Berichte über Bücher, die mir wichtig sind.

Die Liebe zu Erich Kästner ist bei mir sicherlich familiär vererbt. Solange ich mich erinnern kann, standen bei meiner Oma einige Bücher von ihm im Regal und zu Weihnachten, als ich ungefähr sieben oder acht war, habe ich von ihr Kästners Geschichten für Kinder bekommen.

Man kann sich vermutlich gut vorstellen, dass ich die Geschichten geliebt habe – insbesondere Emil und die Detektive sowie Pünktchen und Anton hatten es mir echt angetan.
Im Laufe der Zeit sind dann immer wieder (bei diversen Umzügen) Erich-Kästner-Bücher von ihrem in meinen Besitz übergangen und mittlerweile habe ich neben diversen Gedichtbänden von ihm auch zwei weitere Romane: Drei Männer im Schnee und Der kleine Grenzverkehr.

Ich bin im Allgemeinen kein großer Fan von Gedichten und die Lyrik-Interpretation hat mich in der Schule regelmäßig die Nerven und guten Noten gekostet.
Bei Erich Kästner mache ich allerdings gerne eine Ausnahme: sein Gedicht Die dreizehn Monate hat mich schon gefesselt, als ich den Gedichtband meiner Oma zum ersten Mal in die Finger bekommen habe (da war ich vermutlich gerade so sechs oder sieben Jahre alt) und später hat mich dann dieses Gedicht hier in seinen Bann gezogen:

Und da ich (wie man vielleicht gemerkt hat) wenig von verschnörkelten Gedichten, die mehr durch die angewendeten Stilmittel als die Worte selbst aussagen, halte, gefällt mir an diesem Gedicht zum einen, dass recht deutlich wird, was Kästner uns damit sagen will.
Zum anderen spricht es mich sehr vor dem historischen Hintergrund an. Kästner hat es 1928 geschrieben, damit seinen Antimilitarismus zum Ausdruck gebracht. Im Nachhinein betrachtet hat er aber auch eine überraschend genaue Vorhersage über die Entwicklung der Zustände in Deutschland in den darauffolgenden Jahren, insbesondere ab 1933, gemacht.
Kästner emigrierte zwar nie und wurde auch mehrmals von der Gestapo verhört, zudem wurden seine Bücher bei der Bücherverbrennung 1933 verbrannt, dennoch setzte er sein schriftstellerisches Werken unter zahlreichen Pseudonymen erfolgreich fort.

Beim letzten Umzug haben meine Oma und ich dann festgestellt, dass wir wohl nicht die einzigen Familienmitglieder sind, die Erich Kästner geliebt haben und ihn offenbar zu jedem Anlass als passend empfinden.
Denn in der Ausgabe Als ich ein kleiner Junge war, die 1961 gedruckt wurde und meiner Uroma gehörte, fand sich ein handgeschriebener Zettel mit der Überschrift „Spruch für die Silvesternacht“ und darunter Kästners gleichnamiges Gedicht.

A Very Special Cat

James Bowen was living hand to mouth in London, busking on the streets to earn a bit of money, when one day he stumbled upon a rather dishevelled ginger cat. He made sure the cat had no owner and then took him in and gave him a name: Bob.
From then on the two were practically inseparable. They soon established a Routine, James carrying him along when playing his guitar on the streets and Bob becoming well known to locals and foreigners. Other then attracting the attention of by-passers, Bob also helped James to get his life back on track.

You can take the cat off the street, but you can’t take the street out of the cat.
– p. 186

I’m a cat person: I’ve always preferred them to dogs and I think they are way cuter than the canine version of pets. This book and I did actually crossed paths a few times but I never got round to buying it. My aunt changed that and gave it to me for my birthday.
I nearly inhaled it: it’s a sometimes heartbreaking, sometimes funny and always hopeful story with a sympathetic human and a lovable cat as protagonists.
Especially the cat basically sneaked itself into my heart and I loved to read about all the little adventures Bob and James had together.
Even though the book is easy to read and not very long it has got a few important messages.

First and foremost: life on the streets is hard (just in case you weren’t aware). James describes his work as a busker (basically a street musician) and the dismissive reaction he got from a majority of by-passers before Bob joined him.
According to James Bob changed a lot of things in his life, mostly people’s attitude towards him. Bob made peolpe stop to talk with James – mostly about Bob – and he made James look nicer. Apparently it got easier to walk up to James and maybe he wasn’t just a nuisance anymore but an actual human being.

People don’t want to listen. […] Having Bob there gave me a chance to interact with people.
– p. 91

Apart from other’s people opinion Bob also changed James‘ attitude towards his own life. In the book James does not only write about his life with Bob but also about his life before Bob, especially how he came to live on the streets of London. That story includes about everything one can think about: drugs, homelessness, minor crimes, which all adds up to kind of a vicious circle.
It was interesting to read about James‘ life but also a bit unsettling for me. I always thought that teenagers or young adults who end up on the streets come from a bad and/or socially disadvantaged background. But that’s not the case with James: especially his mom earns a lot of Money and can probably be described as wealthy. This still doesn’t save her son from sliding into drug abuse and a rather unhappy life.

But with Bob he feels he has a responsibility to get his life back on track and he starts fairly soon with that. He got in touch again with his parents, even visited his mother in Australia, got a job at a London street magazine (comparable to Trott-war in Stuttgart) and decreased his intake of drugs.
This part of the story was really inspirational and ultimately shows what a huge impact Bob had. For James the arrival of Bob was a little miracle and it’s not about the fact that he earned more money because of him. It’s about the fact that Bob is the reason for James to – above all – live a better life but also to be viewed as a valuable human being and not a beggar by other people.

Living on the streets of London strips away your dignity, your identity – your everything, really. Worst of all, it strips away people’s opinion of you.
– p. 33

What I found most impressive really was James‘ fight to get away from drugs. I’m happy to say that I have no drug habit at all (if you don’t count books, at least 😉 ) and I never really understood why it’s so hard to get away from it again. James describes his way out in a way that made me understand, even though I never went through that experience (and hopefully never have to).

I can only recommend this book, especially to all the cat lovers among you. Bob is indeed a very special cat and it’s been a lot of fun to read about him. But the book is also inspirational regarding the way Bob changes James life.

Thanks to [Bob] I’d rediscovered the good side of human nature. I had begun to place my trust – and faith – in people again.
– p. 186

About James Bowen:
Bowen, born 1979 in Surrey, GB, moved to Australia with his mother after his parents‘ divorce, but later returned to Great Britain to live with his half-sister. The situation did not work out though and he became homeless. Bowen started to take heroin during that period, later worked as a busker and enrolled in a methadone program to get away from heroin.
He met Bob in 2007 and the two of them soon became famous because of people uploading videos of them onto YouTube and later attracted the Attention of the Islington Gazette. His first book, A Street Cat Named Bob, was written together with Garry Jenkins and published in 2012. Seven more books about Bob were written over time and there is a film adaption about the first one now.
Source: Wikipedia

The Bob-series:

  1. A Street Cat Named Bob
  2. The World According to Bob
  3. Bob: No Ordinary Cat (A Street Cat Named Bob rewritten for children)
  4. Where In The World Is Bob? (picture book)
  5. My Name Is Bob (picture book for young children)
  6. For the Love of Bob (sequel to Bob: No Ordinary Cat)
  7. A Gift From Bob (short story)
  8. Bob to the Rescue (picture book for young children)

More opinions about the book:

  • The Concious Cat („I wasn’t prepared for just how much I loved it“; includes the book trailer)
  • The Book Coop („It’s a sweet and heart warming book about friendship between human and animal“; a little video of Bob and James is included)
  • Leselurch (5/5 Lurche; „ein herzerwärmendes Buch über zweite Chancen, das sich den Bestseller-Status absolut verdient hat“)

Image source cover: Hodder
Image source cat-silhouette: Pinterest
Image source butterfly-silhouette: Freepik
Image source James Bowen & Bob: Islington Gazette

 

Rezension – Das Jahr, in dem ich dich traf

Jasmine ist eine echte Arbeitsbiene. Als sie plötzlich für ein Jahr freigestellt wird, weiß sie daher nicht so recht, was mit sich anzufangen und verzweifelt an ihrer Situation. Doch dann sieht sie zum ersten Mal Matt, den Nachbarn von gegenüber, und beginnt, ihn zu beobachten. Daraus entwickelt sich ein Jahr angefüllt mit Freundschaft, nächtlichen Unterhaltungen und Überraschungen, die noch lange nachwirken werden und Jasmine verändern.
LESEPROBE (pdf)

Dieses Buch habe ich unmittelbar nach meiner Rückkehr aus England gekauft. Es war ein absoluter Spontankauf; ich habe auf eine Freundin gewartet, mir die Zeit im Buchladen vertrieben und selbstverständlich wollte ich nur mal kucken. Letztendlich durfte dieses Buch dann doch in meine Tasche wandern. Ich bin mir gar nicht sicher, ob es mich heute noch so ansprechen würde, wie es zu dem Zeitpunkt tat, aber die ersten beiden Zeilen auf der Rückseite des Buches hatten mich sofort in ihren Bann gezogen:

Das Jahr, in dem sich mein Leben veränderte.
Das Jahr, in dem ich zu mir fand.

In diesem Buch bezieht sich das natürlich auf ein ganz anderes Thema, aber sie haben mir dennoch so sehr aus der Seele gesprochen, dass ich dem Buch nicht widerstehen konnte.
Das mag sich vielleicht überzogen und kitschig anhören, aber so ging es mir nach dem Jahr in England. Mein Leben hat sich verändert, vor allem, da ich mich verändert habe. Ich habe eine ganz gehörige Portion Selbstvertrauen hinzugewonnen und viele meiner Ansichten zu den unterschiedlichsten Themen (Fremd sein, Reisen, Familie, Politik, Kinder, …) waren nicht mehr die Gleichen. Umso merkwürdiger war es dann, zurückzukehren nach Deutschland, wo sich, zumindest privat, kaum etwas verändert hatte. Teilweise habe ich mich nahezu fremd in der eigenen Familie gefühlt, weil ich einfach nicht mehr die selbe Celina war wie zu Beginn meines AuPair-Jahres. Aber ich habe mich seitdem auch mehr wie ich selber gefühlt – zu mir gefunden.
Ihr könnt euch also vielleicht vorstellen, wie sehr mich die zwei obigen Zeilen angesprochen haben.

Letzten Endes ist es dann trotzdem ein ganzes Weilchen liegen geblieben, bevor ich es nun endlich gelesen habe. Und dafür könnte ich mir selbst in den Allerwertesten beißen, denn dieses Buch hat mir super gefallen!
Das hängt zu einem großen Teil mit Jasmine zusammen. Zu Beginn war ich mir wirklich nicht sicher, ob ich sie nun leiden kann oder nicht, denn viele ihrer Aussagen und Handlungen fand ich einfach nur merkwürdig. Sie ist wie einer dieser Menschen, die man besser kennen lernen muss, um sie zu mögen und wertzuschätzen. Zumindest ging es mir so, denn nachdem ich ein Weilchen gelesen hatte, konnte ich mich oftmals in ihr wiederfinden.

Mein Stolz. Der so leicht zu verletzen ist. Ich will keine Hilfe, ich hasse das. Ich muss alles allein erledigen, immer.
– Jasmine Butler, S. 49

Unter anderem ist sie gegenüber ihrer Schwester Heather sehr beschützend und fürsorglich und mit dieser kommt noch eine weitere Komponente ins Spiel, die mich an diesem Buch begeistert hat. Heather hat Down Syndrom und ist so ziemlich der netteste Charakter, den man sich nur vorstellen kann.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich, von den grundsätzlichsten Grundlagen abgesehen, herzlich wenig über Down Syndrom weiß. Zudem kann ich mir nicht einmal ansatzweise vorstellen, wie schwierig es manchmal (oder oftmals?) sein muss, einen Menschen mit Down Syndrom in der Familie zu haben. Ich weiß allerdings, dass das Syndrom unterschiedlich starke Ausprägungen hat und gehe nach den Beschreibungen von Heather stark davon aus, dass sie eine verhältnismäßig milde Form hat. Sie führt ein eigenständiges Leben mit zahlreichen Jobs und benötigt auch keinen ständigen Betreuer. Jasmine verhält sich eher wie eine ältere Schwester, aber es wird doch immer wieder deutlich, dass Heather die Ältere ist und sich um ihre kleine Schwester sorgt.

Heather hört zu, sie hört uns allen zu, denn sie ist eine kluge Frau, die sich auch andere Meinungen durch den Kopf gehen lässt.
– S. 176

Ich kann nur für mich sprechen (und lasse mich gerne korrigieren), aber Ahern ist es auf jeden Fall gelungen, mir einen Spiegel vorzuhalten. Als Jasmine vom Verhalten anderer Leute gegenüber ihrer Schwester berichtet, wurde mir klar, dass auch ich mich oftmals so verhalten habe. Ich neige ebenfalls dazu, diesen das Label „Down-Syndrom“ zuzuteilen und nicht wirklich darüber hinauszuschauen. Um ehrlich zu sein, bin ich teilweise erschrocken, wie zutreffend die Beschreibungen waren. Insofern ist das Buch für mich auf jeden Fall ein Anstoß, mich in dieser Hinsicht in Zukunft anders zu verhalten.

Ein weiterer Pluspunkt neben den toll herausgearbeiteten Charakteren ist die Geschichte selbst. Ich will nicht zu viel verraten, aber die Story und Jasmine haben sich ganz anders entwickelt, als ich es erwartet habe. Das hat mich in diesem Fall keineswegs enttäuscht, sondern im Gegenteil noch mehr für das Buch eingenommen. Obwohl man vom Cover und Klappentext her eine 08/15-Liebesgeschichte erwarten kann, ist sie das in meinen Augen keineswegs. So hat mich das Buch auch in dieses Hinsicht absolut positiv überrascht.
Natürlich ist die Geschichte nicht actionreich aufgeladen, sie folgt auch nur bedingt dem typischen Spannungsbogen. Das hat mir aber ziemlich gut gefallen, da mir das Buch dafür umso realistischer vorkam. Es würde mich gar nicht wundern, wenn in Irland (oder Frankreich, Deutschland, …) irgendwo eine Jasmine sitzt und sich einen Haufen Gedanken über ihr Leben macht.

Ich kann Das Jahr, in dem ich dich traf nur empfehlen: eine schöne Geschichte mir der ein oder anderen Überraschung, die sich ganz anders entwickelt als erwartet. Perfekt für schöne Frühlings- und Sommertage, um den Tag im Liegestuhl zu verbringen und sich von Ahern nach Irland entführen zu lassen.
Wer allerdings spannungsgeladene Szenen, knisternde Erotik und herumstiebende Schmetterlinge und Herzchen erwartet, sollte von diesem Buch lieber die Finger lassen.

Über Cecelia Ahern:
Ahern wurde 1980 in Dublin geboren, wo sie auch Journalismus und Medienkommunikation studierte. Ihr erstes Buch, P.S. Ich liebe dich, erschien 2004 und wurde prompt zum Bestseller. Mittlerweile wurde es in 15 Sprachen übersetzt, zudem gibt es eine Verfilmung, welche allerdings nur grob auf dem Buch basiert.
Auch die folgenden Bücher der Autorin konnten sich jeweils für mehrere Wochen in den Bestsellerlisten vieler Länder halten und erreichten zum Teil auch Platz 1.
Zusammen mit ihrem Mann hat Ahern zwei Kinder.
Quelle: Wikipedia

Weitere Meinungen zum Buch:

  • A Book Love (3/5 Herzen; „Idee des Romans zwar sehr schön, aber nicht optimal umgesetzt“)
  • Buntes Tintenfässchen (4/5 Bildchen; „ein bisschen mehr Drama hätte die Ge- schichte doch vertragen können“)
  • Lesemomente (8/10 Sterne; „ein wundervolles Buch, klug und wichtig“)
  • Storytime (5,5/6 Wombats; „eine Geschichte, die von einem Jahr erzählt, das einen Lernen lässt über das Leben und die Liebe“)

PS: Wenn ihr Ahnung von dem Thema und das Buch bereits gelesen habt, dürft ihr mir auch gerne schreiben, wenn das Down Syndrom nicht richtig wiedergegeben wurde oder ich vielleicht etwas im Bezug dazu falsch dargestellt habe!


Bildquelle Cover: S. Fischer Verlag
Bildquelle Glockenblume: Gartenanlegen.net
Bildquelle Autorenbild (von Gaby Gerster): Lesering

Lesemonat März

Guten Morgen ihr Lieben!

Der März ist mein Lieblingsmonat: das Wetter wird endlich besser und außerdem habe ich Geburtstag. Und das bedeutet natürlich jede Menge neue Bücher, was mich grundsätzlich glücklich macht.
Obwohl mein Geburtstag erst am Ende des Monats ist, gab es auch im März einige tolle Bücher zu lesen.

  • Three Act Tragedy von Agatha Christie > 3 Sterne
  • Matilda von Roald Dahl > 5 goldene Sterne
  • Bound by Duty von Cora Reilly > 3 Sterne
  • Engelskrieger von Nalini Singh > 3 Sterne
  • Stitch – Satan’s Fury MC von L. Wilder > 3 Sterne
  • Men Explain Things to Me von Rebecca Solnit > 5 Sterne
  • Frigid von Jennifer L. Armentrout > 5 Sterne
  • Das Geheimnis der Madame Yin von Nathan Wilders > 4 Sterne
  • Das Jahr, in dem ich dich traf von Cecelia Ahern > 5 Sterne
  • Es klingelte an der Tür von Rex Stout > 4 Sterne
  • Eisige Umarmung von Nalini Singh > 3 Sterne
  • Im Feuer der Nacht von Nalini Singh > 3 Sterne
  • Rock Kiss – Bis der letzte Takt verklingt von Nalini Singh > 4 Sterne
  • Outside the Lines von Anne Malcom > 2 Sterne
  • Beyond the Horizon von Anne Malcom > 2 Sterne
  • Pfade im Nebel von Nalini Singh > 3 Sterne

Wie man sehen kann, bin ich also ganz gut auf mit den Rezensionen – von vier der sechs neuen Bücher habe ich bereits eine veröffentlicht. Zudem sind ein paar bereits fertig geschrieben oder zumindest fest eingeplant.
Insgesamt wurden es in diesem Monat ganze 17 Bücher, wobei es nur sechs neue waren. Irgendwie konnten mich meine bisher ungelesenen Bücher nicht so ganz ansprechen. Deutsche und englische Bücher haben sich in diesem Monat die Waage gehalten (9 deutsche und 8 englische) und insgesamt bin ich echt zufrieden, was diesen Monat angeht.

Das beste Buch des Monats war in meinen Augen Men Explain Things to Me von Rebecca Solnit, da es so unglaublich viele Denkanstöße geliefert hat und trotz seines ernsten Themas nicht zu langweilig wurde.

Men_Explain_the_World_to_Me1

Ein weiteres Highlight des Monats war der allererste Gastbeitrag, der auf meinem Blog online ging: die liebe Lilly hat über fünf Bücher geschrieben, die mehr Aufmerksamkeit bekommen sollten, also schaut unbedingt mal rein und vergebt ein bisschen Aufmerksamkeit 😜

Ich hoffe ihr hattet einen wunderschönen März, habt die Sonne ordentlich genossen, ein bisschen Vitamin D getankt und seid damit bereit für das nächste Quartal!

Liebe Grüße
Celina xxx

PS: Schaut doch mal bei meinem Gewinnspiel vorbei – vielleicht bringt euch ja der April ein neues Buch!

Geburtstag & Gewinnspiel

Hallöchen ihr Lieben!

Ich habe nicht vergessen, dass ich euch mal vor ewigen Zeiten ein Gewinnspiel versprochen habe, um euch hundert (plus 400 auf Twitter) zu feiern, die ihr regelmäßig mein Geschwafel lest 😜 Mittlerweile sind wir bei insgesamt fast 600 und ich hatte immer noch ein Problem: „Was zu Hölle soll ich verlosen?!“

Nachdem ich dafür eine Idee hatte – weiter unten könnt ihr sehen, was ich mir gedacht habe – brauchte es nun noch einen Anlass. Und den gibt es heute, denn es ist mein zweiter runder Geburtstag (auf einen Bloggeburtstag wollte ich nicht warten, denn der ist erst im August).

Um hoffentlich jedem von euch einen Grund zu geben, in den Lostopf zu hüpfen, werde ich eines der Bücher aus meinem Best of … 2016 verlosen (ausgenommen den illustrierten Harry Potter). Es besteht also die Möglichkeit, eines der folgenden Bücher zu gewinnen:

  • Ein Buchladen zum Verlieben von Katarina Bivald
    Es beginnt mit einer ungewöhnlichen Brieffreundschaft. Die 65-jährige Amy aus Iowa und die 28-jährige Sara aus Schweden verbindet eines: Sie lieben Bücher – mehr noch als Menschen. Begeistert beschließt die arbeitslose Sara, ihre Seelenverwandte zu besuchen. Als sie jedoch in Broken Wheel ankommt, ist Amy tot. Und Sara plötzlich mutterseelenallein. Mitten in der Einöde. Irgendwo in Iowa. Doch Sara lässt sich nicht unterkriegen und eröffnet mit Amys Büchersammlung einen Laden. Und sie erfindet neue Kategorien, um den verschlafenen Ort für Bücher zu begeistern: »Die verlässlichsten Autoren«, »Keine unnötigen Wörter«, »Für Freitagabende«, »Gemütliche Sonntage im Bett«. Ihre Empfehlungen sind so skurril und liebenswert wie die Einwohner selbst. Und allmählich beginnen die Menschen aus Broken Wheel tatsächlich zu lesen – während Sara erkennt, dass es noch etwas anderes im Leben gibt außer Büchern. Zum Beispiel einen ziemlich leibhaftigen Mr. Darcy …
    Quelle: Randomhouse
  • The Little Paris Bookshop von Nina George (Das Lavendelzimmer)
    Er weiß genau, welches Buch welche Krankheit der Seele lindert: Auf seinem Bücherschiff, der »literarischen Apotheke«, verkauft der Pariser Buchhändler Jean Perdu Romane wie Medizin fürs Leben. Nur sich selbst weiß er nicht zu heilen, seit jener Nacht vor 21 Jahren, als die schöne Provenzalin Manon ging, während er schlief. Sie ließ nichts zurück außer einem Brief – den Perdu nie zu lesen wagte. Bis zu diesem Sommer. Dem Sommer, der alles verändert und Monsieur Perdu aus der kleinen Rue Montagnard auf eine Reise in die Erinnerung führt, in das Herz der Provence und zurück ins Leben.
    Quelle: Droemer Knaur
  • 28 Tage lang von David Safier
    Warschau 1943: Die sechzehnjährige Mira schmuggelt Lebensmittel, um im Warschauer Ghetto zu überleben. Als sie erfährt, dass die gesamte Ghettobevölkerung umgebracht werden soll, schließt sich Mira dem Widerstand an. Der kann der übermächtigen SS länger trotzen als vermutet. Viel länger. Ganze 28 Tage. .
    28 Tage, in denen Mira Momente von Verrat, Leid und Glück erlebt.
    28 Tage, in denen sie sich entscheiden muss, wem ihr Herz gehört.
    28 Tage, um ein ganzes Leben zu leben.
    28 Tage, um eine Legende zu werden.
    Quelle: Rowohlt
  • Charlie and the Chocolate Factory von Roald Dahl (Charlie und die Schokoladenfabrik)
    Der geheimnisvolle Willy Wonka öffnet zum ersten Mal die Tore seiner Schokoladenfabrik. Charlie kann es kaum fassen, dass er als eines der fünf glücklichen Kinder, die eine Goldene Eintrittskarte gewonnen haben, dort hineindarf. Denn Willy Wonka macht nicht nur die köstlichste Schokolade – er ist der beste Süßigkeitenerfinder aller Zeiten! Aber Charlie hätte nie gedacht, welche verrückten Abenteuer ihn in Wonkas Schokoladenfabrik wirklich erwarten würden …
    Quelle: Rowohlt
  • Ein ganz besonderes Jahr von Thomas Montasser
    Eigentlich wollte Valerie die etwas altmodische Buchhandlung ihrer spurlos verschwundenen Tante auflösen. Doch die junge Betriebswirtin hat die Macht der Bücher und die Magie der kleinen Buchhandlung mit dem Samowar unterschätzt. Jeden Tag entdeckt sie neue Schätze der Literatur und taucht immer tiefer in die zauberhafte Welt der Bücher ein. Als sie auf ein merkwürdiges Buch stößt, das nicht zu Ende geschrieben wurde, hält sie es für einen Fehldruck. Doch dann betritt ein Kunde ihre Buchhandlung, der genau dieses Buch schon lange sucht …
    Quelle: Piper
  • The Red Notebook von Antoine Laurain (Liebe mit zwei Unbekannten)
    Als der Pariser Buchhändler Laurent eines Morgens auf dem Weg zur Arbeit eine elegante Damen-Handtasche liegen sieht, schaut er nur hinein, um die Tasche zurückgeben zu können. Er findet allerdings nur einen Vornamen als Widmung in einem Buch: Laure. So beginnt Laurents Spurensuche quer durch Paris, denn Laure hat in ihrer Tasche auch ein kleines Notizbuch, in dem sie ihre geheimsten Gedanken notiert. Und je mehr Laurent über Laure erfährt, desto sicherer weiß er: Er muss diese Frau kennenlernen. Doch darf er einfach so in ihr Leben eindringen?
    Quelle: Droemer Knaur
  • The Letter von Kathryn Hughes
    Tina Craig longs to escape her violent husband. She works all the hours God sends to save up enough money to leave him, also volunteering in a charity shop to avoid her unhappy home. Whilst going through the pockets of a second-hand suit, she comes across an old letter, the envelope firmly sealed and unfranked. Tina opens the letter and reads it – a decision that will alter the course of her life for ever…Billy Stirling knows he has been a fool, but hopes he can put things right. On 4th September 1939 he sits down to write the letter he hopes will change his future. It does – in more ways than he can ever imagine…The Letter tells the story of two women, born decades apart, whose paths are destined to cross and how one woman’s devastation leads to the other’s salvation.
    Quelle: Waterstones
  • Roman eines Schicksallosen von Imre Kertész
    Imre Kertész ist etwas Skandalöses gelungen: die Entmystifizierung von Auschwitz. Es gibt kein literarisches Werk, das in dieser Konsequenz, ohne zu deuten, ohne zu werten, der Perspektive eines staunenden Kindes treu geblieben ist. Wohl nie zuvor hat ein Autor seine Figur Schritt für Schritt bis an jene Grenze hinab begleitet, wo das nackte Leben zur hemmungslosen, glücksüchtigen, obszönen Angelegenheit wird.
    Quelle: Rowohlt
  • One Hundred Days of Happiness von Fausto Brizzi
    What would you do if you only had 100 days left to live?
    Lucio Battistini has a list:
    To win back his wife – the love of his life
    To become a dad his kids will always remember
    To help his father-in-law find love
    To let his friends know how much they mean to him
    And most of all he must make every moment count.
    So far, he hasn’t been getting it right. And if Lucio is going to become the man he was always meant to be, he’s got a lot of work to do . . .
    Quelle: Pan Macmillan

So geht’s:

Schreibt mir einen Kommentar, in dem ihr angebt für welches Buch ihr in den Lostopf hüpfen wollt. Bitte schreibt unbedingt eure E-Mail-Adresse dazu, damit ich euch im Gewinnfall benachrichtigen kann (ohne Mail kein Lostopf 😉).
Hinterlasst mir auch ein paar Worte, warum ihr euch gerade dieses Buch wünscht, Anregungen für meinen Blog, Kritik, … Einfach alles, was ihr mir gerne mal sagen möchtet!
Ich überlasse euch bei den englischen Büchern die Wahl, ob ihr die deutsche oder die englische Ausgabe haben möchtet (außer bei The Letter und One Hundred Days of Happiness, da es diese nicht auf Deutsch gibt).
Das Gewinnspiel endet am 14.4.2017 um 23:59 Uhr. Ich werde dann einen Gewinner auslosen und diesem eine neue Ausgabe des gewünschten Buches zukommen lassen.

Teilnahmebedingungen:

Ihr müsst meinem Blog entweder hier oder auf Twitter folgen, da es ein Dankeschön an meine Follower sein soll.
Ihr müsst 18 Jahre alt sein oder das Einverständnis eurer Eltern haben.
Wohnsitz innerhalb der EU.
Eine Barauszahlung des Gewinns ist nicht möglich.
Ich komme nicht für Verluste auf dem Versandweg auf.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Ich freue mich, auf eure Kommentare und wünsche allen viel Glück! 🍀🍀🍀

Liebe Grüße
Celina xxx

Rezension – Es klingelte an der Tür

Vielen Dank an den Klett-Cotta Verlag und NetGalley.de für dieses Rezensionsexemplar!

Rachel Bruner, reiche Witwe und Exzentrikerin, hat zehntausend Exemplare eines Enthüllungsbuches über das FBI gekauft und an Menschen im ganzen Land verschickt. Eben jene Institution, von der das Buch handelt, hat sie damit auf den Plan gerufen. Genervt von der ständigen Überwachung und Verfolgung wendet sie sich an Nero Wolfe, New Yorks bekanntesten Privatermittler.
Dieser ist wenig begeistert (wie soll ein einzelner Mann das FBI aufhalten?) und nimmt den Auftrag nur aufgrund der in Aussicht gestellten Belohnung an. Doch dann kommt ihm der Mordfall an einem Journalisten dazwischen – und vielleicht sogar ganz gelegen …
LESEPROBE

Auf der Website des Verlags (und auch auf NetGalley) steht folgendes über Rex Stout und seinen Privatdetektiv:

Rex Stout war einer der erfolgreichsten amerikanischen Kriminalautoren des 20. Jahrhunderts. Seine literarische Schöpfung, der Privatdetektiv Nero Wolfe, zählt bis heute zu den berühmtesten Figuren des Genres.
Klett-Cotta Verlag

Neben der Tatsache, dass mich der Klappentext angesprochen hat und mir auch das Cover ganz gut gefällt, hat mich diese Aussage neugierig gemacht. Ich muss nämlich gestehen, dass ich noch nie von Rex Stout, geschweige denn Nero Wolfe, gehört habe.
Das sollte sich mit diesem Buch also ändern und ich hoffte auch, Zuwachs für meine liebsten „cosy crime“-Ermittler zu finden.
Nachdem ich das Buch gelesen habe, war ich lange unentschlossen, ob es mir gefallen hat oder mich enttäuschte.
Die Geschichte an sich fand ich toll. Schon allein die Idee, sich gegen das FBI aufzulehnen, fand ich ziemlich außergewöhnlich. Besonders gefallen hat mir in diesem Zusammenhang die Vorgehensweise von Wolfe und seinem Assistenten Archie Goodwin. Mir hat gut gefallen, dass die beiden tatsächlich ermitteln und kaum etwas dem Zufall überlassen wurde. Wenn ein Krimi durch reines Glück gelöst wird, bin ich danach immer ziemlich unbefriedigt mit der Geschichte. Das war hier auf jeden Fall nicht so.

Wolfe […] würde nicht mal ans Fenster treten, um einen Tatort in Augenschein zu nehmen.
– Archie Goodwin, Pos. 858 Kindle-Edition

Trotzdem glaube ich nicht, dass Nero Wolfe und ich richtig gute Freunde werden. Zum einen fand ich es ziemlich erstaunlich zu lesen, dass er so gut wie nie das Haus verlässt und auch selten selber ermittelt. All das übernimmt Archie Goodwin, während sich Wolfe auf einige wenige Gespräche mit der Klientin und anderen Personen beschränkt. Er lässt sich nahezu alles von Goodwin zutragen. Die einzige Sache, die man wirklich ihm zuschreiben konnte, war der große Coup, der letztendlich den Fall löst. Aber bis dahin wäre er ohne Goodwin überhaupt nie gekommen. Mich hat es daher sehr gestört, dass Wolfe als der beste Detektiv New Yorks dargestellt wird, wo er nur einen Bruchteil der eigentlichen Arbeit macht.

Zu [Nero Wolfes] Grundüberzeugungen zählt, dass jede Meinung, die man sich über eine Frau bildet, nur falsch sein kann.
– Archie Goodwin, Pos. 1686 Kindle-Edition

Umso besser gefallen hat mir da Archie Goodwin, über und mit dem man immer mal wieder schmunzeln konnte und der auch wirklich nicht doof ist. Wie schon gesagt, macht er im Grunde die ganze Arbeit und erhält dafür selten bis gar keine Anerkennung. Teilweise habe ich allerdings auch über ihn den Kopf geschüttelt, wenn er wieder einmal recht sexistische Aussagen von sich gibt.

Daran und am Schreibstil merkt man durchaus, dass dieses Buch vor über 50 Jahren geschrieben wurde. Goodwins Aussagen sind mir zwar manchmal gegen den Strich gegangen, aber ich fand es interessant zu lesen, wie ohne Internet und andere moderne Annehmlichkeiten vorgegangen und ermittelt wurde. Ich hatte oftmals das Gefühl, wirklich einen kurzen Blick in das New York der 60er Jahre zu werfen.

Dank Archie Goodwin hat mir das Buch Spaß bereitet und konnte mich letztendlich doch überzeugen und auch die Geschichte selber ist auf jeden Fall lesenswert.

„Ich weiß, der Torheit auszuweichen, ohne mich in Angst zu flüchten.“
– Nero Wolfe, Pos. 125 Kindle-Edition

Über Rex Stout:
Stout wurde 1886 in Indiana geboren und wuchs in Kansas auf. Er zeigte sehr früh eine hohe geistige Entwicklung, las mit vier Jahren bereits die Bibel und hatte bis zu seinem zwölften Lebensjahr die über 1100 Bücher seines Vaters gelesen. Die Universität besuchte er allerdings nur für kurze Zeit, stattdessen hielt er sich als Buchhalter über Wasser, bevor er von 1905-1908 in der Army diente. Danach arbeitete er für rund acht Jahre in unzähligen Gelegenheitsshops.
1916 heiratete er Fay Kennedy und arbeitete zusammen mit seinem älteren Bruder an einem neuen Schulsparkassensystem, von dem er und seine Frau sich schon drei Jahre später als wohlhabende Leute zurückziehen konnten. Die Jahre 1927 bis 1929 verbrachten die beiden in Europa, 1929 begann er dort die Arbeit an seinem ersten Roman.
Im selben Jahr kehrte das Ehepaar in die USA zurück und verloren zudem einen Großteil ihres Geldes in der Finanzkrise. Allerdings hatte er genug über, um sich in Conneticut ein Haus zu bauen, in dem er bis zu seinem Lebensende wohnte und schrieb. Aufgrund der neuen, deutlich ärmeren, Lebenssituation begann es zwischen den Eheleuten zu kriseln, 1932 ließen sie sich scheiden. Noch im selben Jahr heiratete er Pola Hoffmann, mit der er zwei Töchter hatte.
1933 schrieb er seinen ersten Kriminalroman, der gleichzeitig auch der erste Fall mit Nero Wolfe war. Während der amerikanischen Beteiligung am Zweiten Weltkrieg schränkte er seine schriftstellerischen Tätigkeiten ein und steckte seine Energie in eine stark deutschlandfeindliche Gesinnung. 1945 verbrachte er erneut einige Monate in Europa, diesmal als Kriegsberichterstatter.
Danach widmete er sich wieder vollständig dem Schreiben; zwischen 1946 und 1966 veröffentlichte er jedes Jahr einen Nero-Wolfe-Roman und zudem zahlreiche Erzählungen um den Privatdetektiv.
Es klingelte an der Tür bescherte ihm letztendlich ein breiteres Publikum und Anerkennung als Schriftsteller, da es einen kleinen Skandal mit dem FBI hervorrief.
1975 vollendete Stout den letzten Nero-Wolfe-Roman und starb in Conneticut, nachdem er jahrelang unter schweren Krankheiten gelitten hatte.
Quelle: Wikipedia

Weitere Meinung zum Buch:


Bildquelle Cover: Klett-Cotta
Bildquelle Freiheitsstatue: Statuecruises
Bildquelle Autorenbild: Criminal Element