Mit Maigret an die Côte d’Azur

DSC_0893Mit Maigret an die Côte d’Azur | Georges Simenon | Diogenes | erschienen 2015
ISBN 978-3-257-24345-1 | 10.00€

Über Georges Simenon:
Simenon wurde am 12.02.1903 in Lüttich geboren und starb am 04.09.1989 in Lausanne. Seine bekannteste Figur ist Jules Maigret, über den er 75 Kriminalromane schrieb. Außerdem verfasste er unter seinem Namen über 100 weitere Romane, 150 Erzählungen und, unter verschiedenen Pseudonymen, 200 Groschenromane sowie über 1000 Kurzgeschichten. Simenon ist einer der meistgelesenen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts und zahlreiche Werke von ihm wurden verfilmt.

Mit Maigret an die Côte d’Azur umfasst zwei Krimis mit Kommissar Maigret; zum einen Maigret in der Liberty Bar und Maigret und die verrückte Witwe.
In Maigret in der Liberty Bar wird ein reicher Mann, der mit seiner Geliebten und deren Mutter zusammenlebte, ermordet. Zunächst fällt der Verdacht auf seine Mitbewohnerinnen, doch dann landet Maigret in der Liberty Bar.
Maigret und die verrückte Witwe beginnt damit, dass eine alte Dame Maigret um Hilfe bittet. Sie fühlt sich verfolgt, zudem durchsucht jemand in ihrer Abwesenheit ihre Wohnung. Bevor Maigret die Dame besuchen kann, wird sie jedoch ermordet. Recht schnell konzentrieren sich Maigrets Ermittlungen auf die Nichte der betagten Witwe.
Nur Maigret in der Liberty Bar spielt komplett an der Côte d’Azur, im zweiten Roman reist er im Zuge der Ermittlungen für einen Tag in den Süden Frankreichs.

Zunächst einmal zu Maigret in der Liberty Bar: Von den beiden Krimis in diesem Sammelband, gefällt mir dieser weniger. Immer wieder bemerkt Maigret, dass ihm die Hitze wohl zu Kopf steigt, und so ist die Geschichte auch geschrieben. Ich fand es schwer, seine Gedankensprünge nachzuvollziehen. Das ist einfach eine Sache, die mir nicht gefällt und die mir das Buch ein kleines bisschen verdorben hat.
Davon mal abgesehen ist es ein spannender Roman in der Hinsicht, dass man (oder zumindest ich 😉 ) lange im Dunkeln tappt, wer wohl der Täter sein könnte. Und das überraschende Ende hat mir auch gut gefallen.

„Ich denke, dass William Brown ermordet worden ist.“
– Jules Maigret

Bei Maigret und die verrückte Witwe liegt der Fall schon anders. Hier wird um einiges mehr mit Beweismitteln gearbeitet und nicht nur nach Bauchgefühl gehandelt. Ich konnte der Handlung besser folgen und habe am Ende verstanden, wie er auf den Täter/die Täterin gekommen ist. Diesmal war auch eher gegeben, was Wikipedia über Maigret sagt: „Typisch für die Maigret-Romane ist der Umschlag des anfänglich kriminalistischen Rätsels auf die psychologische Ebene der Erforschung des Motivs“. Dieses „psychologische Dingsbums“ gefällt vermutlich nicht jedem, aber für mich hat das auch einen gewissen Reiz ausgemacht.

„Seit Jahren verusche ich, ihn festzunageln. Leute wie er behalten irgendwie immer Kontakt zur Unterwelt, auch wenn sie ihren Lebenswandel ändern.“
– Marella

5Sterne

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