Silent Nights – #lesadvent

 

#lesadventEinen Tag vor Weihnachten kommt mein zweiter Beitrag zum Lesadvent von Reading Parrot. Dieser Beitrag ist außerdem mein Los für Stephen Grosz‘ Die Frau die nicht lieben wollte.

Silent_NightsSilent Nights – Christmas Mysteries | Martin Edwards (Hrsg.) | The British Library | erschienen 2015
ISBN 978-0-7123-5610-7 | £8.99

Über Martin Edwards:
Edwards wurde 1955 im britischen Knutsford geboren. Er studierte Jura und arbeitet heute noch als Berater einer Rechtsanwaltskanzlei. Seit 1988 ist er verheiratet und hat zwei Kinder.
1991 erschien sein erster Krimi All the Lonely People; über den Detektiv des Buchs, Harry Devlin, hat er noch sieben weitere Krimis geschrieben. Bekannt ist auch seine Lake District Mysteries-Reihe. Zudem hat er über 50 Kurzgeschichten geschrieben. Er ist Mitglied der Crime Writers‘ Association, Vorsitzender des Komitees, das eine der höchsten Auszeichnungen der englischen Kriminalliteratur verleiht, und Archivar der Association.

Ganz ähnlich wie in Capital Crimes hat Martin Edwards auch hier Kriminalkurzgeschichten zu einem bestimmten Thema zusammengestellt – diesmal Weihnachten. Veröffentlicht wurden die 15 Geschichten zwischen 1892 und 1957. Diesmal gab es auch eine Geschichte mit einem meiner Lieblinge, Sherlock Holmes (The Blue Carbuncle), aber auch Geschichten von mir unbekannten Autoren.
Auch was die Art des Verbrechens angeht, wird einiges abgedeckt: Mord, Diebstahl, auch ein oder zwei die eher in Richtung Gruselgeschichten gehen.

Dadurch, dass einige der Geschichten schon vor über hundert Jahren veröffentlicht wurden, fand ich sie teilweise schwierig zu lesen. Das lag einfach daran, dass einige der benutzten Wörter heute nicht mehr wirklich im englischen Sprachgebrauch sind und ich sie dementsprechend nicht kenne.
Erstaunlich fand ich, wie oft sich die Autoren offenbar an Arthur Conan Doyle orientiert haben und ihrem „Sherlock Holmes“ einen eigenen „Watson“ zur Seite gestellt haben. Edwards selbst weist in seinen Vorworten zu den einzelnen Geschichten immer wieder darauf hin, aber auch ohne ihn wäre dies oft sehr offensichtlich. Durch diese Sherlock Holmes/Watson-Kombinationen wird richtig deutlich, dass Doyle wirklich einen Einfluss auf spätere Autoren hatte.
Zwei Dinge seien noch gesagt. Zum einen ist es sehr unterschiedlich, welche Rolle Weihnachten in den Geschichten spielt. In einigen findet das Verbrechen einfach zufällig im Winter (und nicht mal zwangsläufig an Weihnachten) statt, bei anderen dreht sich alles um Weihnachten.
Zum anderen ist auch dieses hier wieder ein Buch, dass eher durch „Hirnarbeit“ als durch actiongeladene Szenen mit spritzendem Blut gekennzeichnet ist. Wer also Krimis in James Bond-Manier erwartet, wird von diesem Buch definitiv wenig begeistert sein.

Ich muss allerdings ehrlich sagen, dass ich nach der Lektüre von Capital Crimes ein wenig mehr erwartet habe. Insgesamt haben mir die Geschichten aus Silent Nights weniger gut gefallen. Ich fand sie auch stellenweise wenig spannend – anders als in Capital Crimes, wo mich jede Geschichte begeistert hat. Und auch anders als in eben diesem sind in der Weihnachts-Zusammenstellung keine neuen Schätze zu Tage gekommen. Geschichten, die mir gefallen haben, kamen von Autoren, die ich bereits kannte.

Christmas may be when we dream of peace on earth, and entertain feelings of goodwill to all men (and women), but there are limits.
– Martin Edwards

4Sterne

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Ein Kommentar zu „Silent Nights – #lesadvent

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