Plague

PlaguePlague | C. C. Humphreys | Arrow | erschienen 2014
ISBN 978-0-099-58117-8 | £8.99

Über C. C. Humphreys:
Eigentlich Chris Humphreys, wurde in Toronto, Kanada, geboren und wuchs in London auf. Neben seiner Arbeit als Autor ist er auch als Schauspieler tätig und hat schon zahlreiche Rollen gespielt. 2002 erschien sein erstes Buch, The French Executioner, dem zahlreiche historische Romane folgten. Außerdem schrieb er mehrere Fantasy-Bücher für junge Erwachsene.
Seine zwei Bücher Plague und Fire sind Thriller, die vor dem Hintergrund zweier großer Katastrophen in London spielen: der Pest 1665 und dem Großen Feuer 1666.
Zusammen mit seiner Frau und dem gemeinsamen Sohn lebt Humphreys in Kanada.
Quelle: sein Blog, Wikipedia

London: 1665: Der Straßenräuber William Coke hat einen wirklich schlechten Tag, als er seine ausgewählten Opfer tot in deren Kutsche findet – auf bestialische Weise ermordet. Noch schlechter wird der Tag, als er erfährt, dass alle Welt ihn für den Mörder hält. Bald tauchen weitere Opfer auf und neben ihrer Todesursache haben sie alle eines gemeinsam: ein Edelstein steckt in ihrem Mund. Der Detektiv Pitman heftet sich an Cokes Fersen. Doch als es ihm gelingt, den Räuber und vermeintlichen Mörder festzunehmen, regen sich in ihm Zweifel an dessen Schuld. Und so machen sie sich zusammen auf die Suche nach dem wahren Mörder – während gleichzeitig in den Slums der Stadt ein anderer Massenmörder wieder erwacht: die Pest.

Ich habe weder von dem Autor noch von dem Buch zuvor gehört, einen guten Grund, es zu lesen gibt es trotzdem: die History und Englisch Lese-Challenge. Und ich bin wirklich froh darum, das Buch gelesen zu haben.
Zum einen wartet es mit wunderbaren Charakteren auf, die alle eine interessante Vergangenheit haben und (mindestens genauso wichtig) sehr realistisch sind. Sie wirken gut recherchiert und fallen nicht aus dem Rahmen dessen, was zur damaligen Zeit erlaubt war. Dies gilt im übrigen nicht nur für die Charaktere, sondern für das ganze Buch: es ist alles sehr authentisch und wahrheitsgetreu beschrieben. Ich habe nie, wie in manch anderem historischen Roman, das Gefühl bekommen, dass es so doch niemals hätte laufen können.
Wenn man mal von meiner Schwärmerei für authentische historische Romane absieht, ist es Humphrey auch sehr gut gelungen, Spannung in der Mörderjagd aufzubauen. Man fiebert mit den beiden mit und das zusätzliche Themenfeld, das sich durch den Ausbruch der Pest ergibt, steigert die Spannung noch einmal. Zudem schafft der Autor es mühelos, Mitgefühl im Leser zu wecken und ihn mitleiden zu lassen. Der Geschichte hat auch gut getan, dass es zwar hin und wieder einen kleinen Cliffhanger gab, Humphreys es damit aber nicht übertrieben hat.
Das einzige was mich stellenweise gestört hat, ist, wie detailgetreu auch die blutigsten Szenen beschrieben wurden. Klar sind auch Thriller und Fernsehserien/-filme heute recht blutgetränkt und das Mittelalter war auch nicht unbedingt das sanftmütigste aller Zeitalter, aber ich hatte es nicht erwartet. Das heißt aber nicht, dass es das Buch schlechter macht – ich habe es wirklich geliebt und werde mir auch C. C. Humphreys Buch Fire auf die Wunschliste schreiben!

Dem Autor ist es gut gelungen, die Atmosphäre Londons zur Zeit der Pest einzufangen und einen wunderbar realistischen Roman zu schreiben!

„They can’t hang us“, said Pitman […].
„And why not, pray?“
„Because you and me, Captain [Coke], are already dead.“

5Sterne

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