Eine Frage der Entscheidung

Eine_Frage_der_EntscheidungEine Frage der Entscheidung | Laura Landon | AmazonCrossing | erschienen 2015
ISBN 978-1-503-95472-4 | 9.99€ (Taschenbuch)/4.99€ (Kindle-Edition)
Leseprobe

Über Laura Landon:
Landon arbeitete zehn Jahre lang als Lehrerin an einer Highschool, bevor sie ihr eigenes Eiscafé betrieb. Dieses gab sie jedoch auf, nachdem ihr erster Roman fertig war, und widmet sich seitdem ausschließlich dem Schreiben. Mittlerweile hat sie einige historische Romane veröffentlicht; vier davon sind auf deutsch erschienen.
Zusammen mit ihrer Familie lebt sie im mittleren Westen der USA.

Lady Allinson Townsend will um jeden Preis verhindern, in einer Ehe wie die ihrer Schwestern zu stecken – deren Ehemänner sind untreu und machen ihre Frauen zum Gespött der feinen Londoner Gesellschaft. Als sie dennoch gezwungen ist zu heiraten, stellt sie ihrem Bräutigam, dem Marquess of Montfort, der als Schürzenjäger bekannt ist, eine Bedingung: wenn Joshua sie betrügt, erhält sie sein ganzes Vermögen. Verzweifelt willigt er ein. Keiner von beiden ist allerdings auf den Widerstand vorbereitet, der ihrer Verbindung entgegen schlägt – oder darauf, sich zu verlieben …

Nach Intimer Betrug ist dies mein zweites Buch von Laura Landon, ebenfalls ein historischer Liebesroman aus viktorianischer Zeit; dieser hat mir allerdings weniger gut gefallen.
Zum einen war er mir eindeutig zu kitschig. Ständig schmilzt irgendwer dahin und die Sprache kann man wirklich nur als schnulzig bezeichnen. Das hat mich ja teilweise schon bei Intimer Betrug gestört, aber hier ist es noch weiter ausgeartet.
Außerdem haben mir auch die Charaktere weniger gefallen. Mit Allison bin ich nicht richtig warm geworden, da sie mir zu sehr Moralapostel-mäßig unterwegs war und zudem ein wenig zu fehlerlos, auch was die Vergangenheit angeht. Außerdem finde ich es oft scheinheilig, dass sie dem unverheirateten Joshua vorwirft, Spaß zu haben. Ob er es damit übertreibt, bleibt die Frage, aber allein die Tatsache, dass sie es nur ihm vorwirft und nicht seinen weiblichen Gespielinnen, fand ich übertrieben.
Joshua an sich gefiel mir recht gut, allerdings fand ich bei ihm diesen Umschwung vom größten Schürzenjäger Londons hin zum unsterblich verliebten Ehegatten ein wenig zu schnell.
Dieses Buch ist früher erschienen; gut möglich also, dass Laura Landon sich einfach verbessert hat, was die Charakterentwicklung angeht.
Davon einmal abgesehen ist auch dieses Buch wieder gut zu lesen, ohne dass man Hintergrundwissen über die damalige Zeit benötigt.

Auch dieses Buch also wieder eine nette Lektüre für zwischendurch, allerdings weniger zu empfehlen als Intimer Betrug.

„Besser ein lebendiger Feigling als ein toter Narr.“
– Lady Allinson Townsend

3Sterne

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