Mrs Jeffries Takes the Cake

Mrs_Jeffries_Takes_the_CakeMrs Jeffries Takes the Cake | Emily Brightwell | Constable | erschienen 1998
ISBN 978-1-4721-2161-5 | £6.99
Leseprobe (englisch)

Über Emily Brightwell:
Brightwell ist eines der Pseudonyme der amerikanischen Autorin Cheryl Arguile. Sie wurde 1948 in West Virginia, USA, geboren. 1988 entschloss sie sich, eine Karriere als Autor zu machen und schrieb zunächst Romanzen als Sarah Temple, bevor sie sich als Cheryl Lanham Jugendromanen zuwandte. Am bekanntesten ist sie für ihre viktorianische Krimi-Serie um Mrs Jeffries.
Seit 1976 ist sie mit dem Engländer Richard Arguile verheiratet, die beiden haben zwei Kinder.

Der neue Fall soll sich für Inspector Witherspoon als ganz schön knifflig erweisen. Nicht nur, dass der Schwiegersohn des Ermordeten Mitglied des Parlaments ist und gewillt, dem Inspector allerlei Steine in den Weg zu legen, es ergeben sich auch Verdächtige am Laufenden Band! Nicht einmal seine eigene Tochter mochte das Mordopfer. Aber welcher der Verdächtigen ist kaltblütig genug, sich mit dem Opfer an den Tisch zu setzen und Kuchen zu essen, bevor er ihn ermordet? Mrs Jeffries und die anderen Bediensteten des Haushalts stehen vor einer schwierigen Aufgabe, wenn sie dem Inspector helfen wollen.

Ich hatte vorher noch nie von dieser Autorin gehört, aber ich fand das Cover und die Idee, dass eine ganze Reihe von Bediensteten ihrem Arbeitgeber helfen, toll, als ich es in der Bücherei gesehen habe. Und nach dem Lesen habe ich eine weitere Lieblingsautorin entdeckt 😉
Es ist wirklich göttlich zu lesen, wie Mrs Jeffries und ihre Kampagnons versuchen, dem Inspector zu helfen und gleichzeitig ihre Bemühungen vor ihm geheim zu halten. Man kann sich die Charaktere wirklich bildhaft vorstellen: die energische und intelligente Mrs Jeffries, die den Haushalt delegiert, die matronenhafte Köchin, die herzensgut, aber schnell eingeschnappt ist und der intelligente, wenn auch manchmal ein wenig naive Inspector. Obwohl der gesamte Haushalt zur Mittelschicht gehört und keine Not leidet, kann man doch immer mal wieder einen Blick erhaschen auf das Elend, unter dem die Arbeiter im viktorianischen Zeitalter litten.
Daneben lag auch eine gute Portion Humor darin, dass die Mitglieder des Haushalts sich förmlich damit überschlagen, Beweise zu finden und zur Lösung des Falls beizutragen. Sie tragen den Klatsch unter der Dienerschaft des Opfers und aus den Gassen Londons zusammen und stellen dann mit Mrs Jeffries Vermutungen darüber an, wie sich Beweise ordnen lassen und wer denn nun der Mörder ist!
Gut hat mir gefallen, dass die Eigenschaften der Personen sich auch in deren Sprechweise widergespiegelt haben. So verschlucken beispielsweise der Pferdeknecht und das Zimmermädchen, die aus ärmlichen Verhältnissen stammen, oft Silben, während Mrs Jeffries nicht nur eine bessere Sprachweise und ein besseres Ausdrucksvermögen hat, sondern beim Reden auch ihren Tatendrang wiedergibt.
Insgesamt war auch dieser Krimi wieder einer ganz nach meinem Geschmack: mit viel Hirnarbeit und Nutzung der grauen Zellen (wie Monsieur Poirot sagen würde 😉 ) und wenig actionreich.

Ganz bestimmt bleibt dies nicht mein letztes Buch um Mrs Jeffries – es hat einfach zu viel Spaß gemacht, diesen viktorianischen Krimi zu lesen!

The staff had been helping their dear inspector with his cases for several years now, but, as always, it was imperative they be discreet. Inspector Witherspoon wasn’t aware that he was getting any help in his investigations.
– Mrs Jeffries

5Sterne

Advertisements

2 Kommentare zu „Mrs Jeffries Takes the Cake

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s