Dumb Witness

Dumb_WitnessDumb Witness | Agatha Christie | HarperCollins | erschienen 1937
ISBN 978-0-00-712079-6 | £7.99

Über Agatha Christie:
Agatha Christie wurde 1890 im britischen Torquay geboren und starb 1976 in Wallingford. Sie ist weltweit als die Queen of Crime bekannt und wird in den Verkaufszahlen ihrer Bücher nur von der Bibel und Shakespeare übertrumpft. Insgesamt schrieb Christie mehr als 60 Kriminalromane; daneben sind aber auch einige Kurzgeschichten und Bühnenstücke entstanden. Ihre berühmtesten Figuren sind Hercule Poirot und Miss Marple.

Als Emily Arundell die Treppe in ihrem Haus herunterfällt, halten die anderen Hausbewohner es für einen Unfall, verursacht durch den Ball von Emilys Hund. Doch das Unfallopfer selbst ist davon nicht überzeugt und bittet Hercule Poirot um Hilfe. Durch widrige Umstände erhält dieser den Brief erst über einen Monat, nachdem Emily ihn geschrieben hat. Als Poirot schließlich ankommt, ist Emily Arundell tot. Obwohl alle Welt glaubt, dass sie ihrer Krankheit erlegen ist, überzeugt dies Poirot nicht und er macht sich an die Arbeit …

Dieses Buch war ein verspätetes Weihnachtsgeschenk von einer Freundin und ich habe mich voller Vorfreude daran gemacht. Ich wurde eigentlich noch nie von einem Agatha Christie-Buch enttäuscht und das war auch bei diesem Buch nicht der Fall.
Mein Problem mi Christies Büchern ist: es ist schwer, sie zu rezensieren. Denn ich will hier schließlich keine Spoiler erstellen, allerdings sind ihre Bücher immer so voll gepackt mit Inhalt, dass es die ganze Sache sehr kompliziert.
Was an diesem Buch besonders hervorsticht, sind die amüsanten Unterhaltungen zwischen Poirot und Captain Hastings, der auch in diesem Buch als Erzähler fungiert. Denn während Hastings bemüht ist, so schnell wie möglich nach London zurückzukehren, will Poirot unbedingt in diesem Fall ermitteln. Die Schlagabtausche, die sich daraus regelmäßig ergeben, sind toll und humorvoll geschrieben. Auch der Hund der alten Dame sorgt für viel Abwechslung und wurde mit Witz in die Geschichte geschrieben.
Die anderen Charaktere kann man sich sehr gut vorstellen, insbesondere die alte Miss Emily Arundell, die noch aus einer anderen Zeit stammt und sich ständig dagegen behauptet, von ihren Nichten und Neffen als antik und geistig langsam abbauend gesehen zu werden. Ich konnte mir diese alte englische Lady geradezu bildlich vorstellen.
Toll war auch wieder, einen Einblick in das Denken der damaligen Zeit zu bekommen: die Abneigung gegenüber Ausländern und Ansichten der viktorianischen Damen über ein neues Zeitalter.
Bei diesem Buch ist mir das Lesen ausnehmend gut von der Hand gegangen, da ich mich immer mehr daran gewöhne, auf Englisch zu lesen. Ob es allerdings Lesern, die nur gelegentlich auf englisch lesen, ähnlich geht, finde ich schwer abzuschätzen. Ich weiß, dass es mir letztes Jahr um einiges schwerer fiel, Christies Bücher zu lesen.

Mit diesem Buch habe ich ein weiteres Werk zu meiner Poirot-Sammlung hinzugefügt und wurde wieder einmal nicht enttäuscht.

„But you’re not really any good with a dog, Poirot. You don‘ understand dog psychology!“
– Captain Hastings

5Sterne

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