Prinzessin wider Willen

Quelle: Brendow Verlag
Quelle: Brendow Verlag

Prinzessin wider Willen | Rachel Hauck | Brendow | erschienen 2015
ISBN 978-3-86506-732-6 | 14,95€

Über Rachel Hauck:
Hauck wurde 1960 in den USA geboren. Sie hat Journalismus in Ohio studiert und arbeitet seit 2004 als Vollzeit-Autorin. Mit ihrem Buch Vier Frauen und ein Hochzeitskleid erreichte sie Platz 2 der New York Times Bestseller Liste. Neben dem Schreiben ist sie auch ein riesiger Football-Fan.
Rachel Hauck lebt in Florida.
Quelle: Amazon, Website der Autorin

Regina Boswick hat sich einen Traum erfüllt, ihren Job als Wirtschaftsprüferin gekündigt und restauriert zusammen mit Freunden Autos. Doch eines Tages steht ein gutaussehender Fremder vor ihr, der ihr ganzes Leben durcheinanderwirbelt. Tanner Burkhardt ist angereist, um ihr mitzuteilen, dass sie Thronerbin des Herzogtums Hessenburg ist. Für Tanner ist die Aufgabe, die er übertragen bekommen hat, unglaublich wichtig. Denn davon, Regina zu überzeugen, die Thronfolge anzutreten, hängt nicht nur seine Karriere, sondern die Zukunft seiner Heimat ab.

Als ich den Klappentext zu diesem Buch gelesen habe, dachte ich, so etwas wie den Film Plötzlich Prinzessin mit Anne Hathaway erwarten zu dürfen – lustig, ein bisschen aufmüpfig und eine leichte Lektüre. Letztendlich hat sich keines dieser Dinge wirklich bewahrheitet.
Das Buch ist eine Mischung aus wahren Geschehnissen, wie beispielsweise der Erste Weltkrieg, und Erfundenem, zu dem auch das europäische Herzogtum Hessenburg und dessen Geschichte gehören. In großen Teilen ist es der Autorin sehr gut gelungen, Phantasie und Realität logisch zu verknüpfen. Teilweise hatte ich aber das Gefühl, dass Dinge noch nicht ausgereift waren.
Die Probleme gingen damit weiter, dass ich mit den Personen nie ganz warm wurde. Das war für mich merkwürdig, da mir Regina an und für sich recht sympathisch war. Für sie gesprochen hat schon einmal die Tatsache, dass sich nicht einfach in dieses Abenteuer begibt. Sie denkt über ihre Entscheidung nach, was schon erstaunlich war, schließlich winkt der Traum eines jeden Mädchens: Prinzessin zu sein. Aber ich fand es gut, schließlich zieht sie quasi auf die andere Seite der Welt. Wer darüber nicht gründlich nachdenkt, wäre in meinen Augen verrückt und sicher nicht geeignet, ein Herzogtum anzuführen, auch kein fiktives.
Dennoch konnte ich mich nicht wirklich in sie und die anderen Personen einfühlen. Damit werden zwei der größten Kritikpunkte zu tun gehabt haben. Zum einen wurde mir das Buch ganz oft ganz eindeutig zu kitschig. Besonders die Liebesgeschichte zwischen Regina und Tanner (sind wir mal ehrlich: es war doch klar, dass es dazu kommt) ist einfach schmalzig. Zum anderen liegt ein starker Fokus auf Glaube und Religion. Ich bin kein gläubiger Mensch und hatte es einfach nicht erwartet. So hat es mich schon gestört, dass letztendlich das ausschlaggebende Argument für die Prinzessinen-Rolle „Gott will es so“ war. Ich verstehe durchaus, dass es für einige ein absoluter Pluspunkt wäre, aber mir wurde das irgendwann zu viel und ich habe das Stöhnen angefangen, sobald in einem Satz auch nur das Wort „Gott“ aufgetaucht ist.
Eher marginal war letztendlich, dass auch der Humor mich nicht überzeugen konnte, sondern im Gegenteil oft gezwungen gewirkt hat.

Prinzessin wider Willen konnte meine Erwartungen leider nicht erfüllen. Es gab einfach zu viele kleine störende Punkte, die sich aufaddiert haben und mir den Spaß an diesem Buch verdorben haben.

Eine Prinzessin definiert sich nicht alleine durch ihren Titel, sondern dadurch wie sie lebt.
– Alice von Hessenberg (Kindle Pos. 3090)

3Sterne

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