Lost City of the Incas

Quelle: Orion Books
Quelle: Orion Books

Lost City of the Incas | Hiram Bingham | Phoenix | erstmals erschienen 1952; diese Ausgabe 2003
ISBN 978-1-8421-2585-4 | £9.99

Über Hiram Bingham:
Bingham wurde 1875 in Honolulu geboren und studierte in Yale, Harvard und Berkeley.
In den Jahren 1906 bis 1924 unternahm er sechs Expeditionen nach Südamerika. 1911 stießen er und sein Team auf die Ruinen der Inka-Stadt Machu Picchu. Allerdings konnte er die „Entdeckung“ der Stadt nicht für sich beanspruchen, da bereits über 40 Jahre vorher ein deutscher Entdecker, August Berns, auf die Ruinen gestoßen war. Bingham und sein Team legten die Ruinen jedoch frei und nahmen umfangreiche archäologische Untersuchungen vor.
1924 wurde er Gouverneur von Connecticut und zog noch im selben Jahr in den US-Senat ein.
Bingham war zweimal verheiratet. Von 1900 bis 1932 mit Alfreda Mitchell, der Erbin des Tiffany-Vermögens. Mit ihr hatte er sieben Söhne. 1937 heiratete er seine zweite Frau, Suzanne Carroll Hill.
1956 starb Hiram Bingham in Washington.
Quelle: Wikipedia

In diesem Buch beschreibt Hiram Bingham seine Suche nach Vilcabamba, die Hauptstadt des letzten herrschenden Inka. Dabei stößt er auf die Ruinen von Machu Picchu sowie zwei weitere Inka-Städte.
Dabei geht er nicht nur auf die Reise zu den Ruinen ein, sondern beschreibt auch die Entdeckungen in den Städten, sowie den Aufbau derselben.

Da ich in der Schule für einige Zeit Spanisch gelernt habe und wir dabei auch kurz auf die Geschichte der südamerikanischen Länder eingegangen sind, konnte ich diesem Buch nicht widerstehen, als ich es in der Buchhandlung gesehen habe. Ich finde die Inkas ein sehr interessantes Thema. Meiner Meinung nach gehen sie manchmal ein wenig unter, da für viele die Mayas interessanter scheinen. Aber besonders Machu Picchu würde ich gerne einmal sehen.
Dementsprechend war es für mich sehr reizend, die Geschichte von der „Entdeckung“ Machu Picchus zu lesen.
Mit Hiram Bingham und diesem Buch begibt man sich auf eine kleine Zeitreise in die Zeit der letzten Inka-Herrscher. Denn Bingham geht nicht nur auf die eigentliche Expedition ein, sondern auch auf die Geschichte der letzten Inkas (strenggenommen bezeichnet das Wort „Inka“ nur die herrschende Klasse, nicht das gesamte Volk), sowie deren Kultur und Ursprung. Das war für mich besonders interessant und auch wichtig, da ich wirklich eher wenig Ahnung davon hatte. So konnte man als Laie auch den weiteren Verlauf des Buches verstehen. Vieles davon war sehr erstaunlich, denn letztendlich hatten sie keine modernen Hilfsmittel und haben dennoch Werke vollbracht, die uns vermutlich heute noch vor Herausforderungen stellen würden.
Im Folgenden geht er zunächst auf die Entdeckung von Vitcos ein, wo Manco Cápac II. ermordet wurde. Manco gilt als der einzig bedeutende Inka-Herrscher nach der Eroberung Perus durch die Spanier. Die Anlage wurde entweder von ihm oder Pachacútec Yupanqui, dem Erbauer Machu Picchus, in Auftrag gegeben.
Eigentlich war Bingham auf der Suche nach Vilcabamba. Das Gebiet war der letzte Rückzugsort der Inkas nachdem die Spanier das Inka-Reich erobert hatten. Entdeckt wurde es letztendlich erst in den 1960er Jahren, da das Gebiet sehr schwer zugänglich ist. Noch immer sind Teile davon unerforscht.
Den größten Teil des Buches macht Machu Picchu aus. Hier beschreibt Bingham zunächst, wie er und sein Team die Stadt finden konnten. Dabei geht er auch auf die Lage der Stadt zwischen zwei Berggipfeln, Machu Picchu und Huayna Picchu, sowie die Entdeckung einiger Ruinen auf dem Huayna Picchu ein.
Sein Fokus liegt besonders auf den Entdeckungen von Alltagsgegenständen, sowie dem Aufbau der Häuser. Hierüber schreibt er sehr viel und oft bis ins kleinste Detail. Das hat mich wenig gestört, denn daraus ergeben sich immer mal wieder Abschweifungen in die Kultur der Inkas. Was mich aber immer wieder zur Verzweiflung gebracht bei der Beschreibung dieser Alltagsgegenstände, waren englische Wörter, die mir nicht geläufig waren. Einiges hat sich aus dem Zusammenhang ergeben, aber eben nicht alles. Und teilweise hat mich das auch in meinem Lesefluss gestört.

Alles in allem ist dieses Buch ein schöner Abenteuerroman, so toll geschrieben, dass man sich quasi vorstellen kann, direkt neben Bingham zum ersten Mal Machu Picchu zu sehen und es hat Fernweh in mir geweckt. Am Liebsten würde ich morgen nach Peru reisen, um die berühmten Ruinen selbst einmal zu sehen.

Few people realize how much they owe to the ancient Peruvians.
– Hiram Bingham (S. 23)

5Sterne

Für mehr Informationen, auch zum Kauf: Orion Books

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4 Kommentare zu „Lost City of the Incas

  1. Hallo Celina,
    danke für deine Rezi! Archäologie finde ich auch immer unheimlich spannend.Da ich vorerst wohl nicht nach Machu Picchu komme, hole ich mir jetzt mal den Roman! 😊
    Der klingt nämlich interessant!
    Viele Grüße

    Gefällt 1 Person

    1. Hi Melanie,
      vielen Dank für deinen lieben Kommentar! ❤
      Ich finde Archäologie auch super, aber es gibt leider viel zu wenig Sachbücher, die auch was für mich Laien sind. Ich kann dir dieses, wie gesagt, nur empfehlen.
      Ich weiß ja nicht, wie gut dein englisch ist, sonst würde ich nämlich schauen, ob es das auf deutsch gibt.
      Liebe Grüße,
      Celina xx

      Gefällt 1 Person

      1. Huhu Celina,
        meine Englischkenntnisse befinden sich…na sagen wir mal…im gesunden Mittelmaß! 😀
        Ich versuche es einfach mal, das Wörterbuch lege ich dann vorsichtshalber daneben!
        Liebe Grüße

        Gefällt 1 Person

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