Ein ganz besonderes Jahr

Quelle: Piper
Quelle: Piper

Ein ganz besonderes Jahr | Thomas Montasser | Piper | erschienen 2016
ISBN 978-3-492-30689-8 | 8.99€ (Taschenbuch)
Leseprobe

Über Thomas Montasser:
Montasser wurde 1966 in München geboren, wo er auch heute noch mit seiner Frau und den drei Kindern lebt. Er ist besonders bekannt unter dem Pseudonym Fortunato.
Er studierte Jura, nachdem er Zivildienst in einer Klinik geleistet hatte. Nach dem Studium arbeitete er als Journalist und Herausgeber, insbesondere von Sachbüchern und Ratgebern. 2001 wandte er sich wieder der Literatur zu – sein Roman Die verbotenen Gärten erschien in dem Jahr.
Quelle: Wikipedia

Als Valeries Tante verschwindet, verfügt sie, dass ihre Nichte sich um ihren Buchladen kümmern soll. Diese beschließt, den Laden aufzulösen und ist als Betriebswirtin auch bestens dafür geeignet. Doch dann verfällt sie immer mehr dem Charme der kleinen Buchhandlung und den literarischen Schätzen, welche diese birgt. Eines Tages entdeckt sie ein mysteriöses Buch, das mitten in der Handlung endet. Sie hält es für einen Fehldruck und will es wegschmeißen, bis ein Kunde den Laden betritt, der dieses Büchlein offenbar seit längerem sucht.

Dieses Buch ist eines der Bücher, bei denen es mir unglaublich schwer fällt, eine Rezension zu schreiben. Aus dem einfachen Grund, dass ich sprachlos bin. Und zwar nicht weil das Buch furchtbar schlecht wäre, sondern aus genau dem Gegenteil: es hat mich sehr berührt, diese Geschichte zu lesen.
Es geht darin um etwas, das mir sehr bekannt ist, nämlich die Liebe zu guten Geschichten. Sehr oft konnte ich mich in Valerie wiedererkennen, wenn sie wieder einmal für Stunden in einem Buch versinkt, ohne besonders viel von der Außenwelt wahrzunehmen.
Besonders gefallen hat mir, wie sie sich verändert, nachdem sie den Buchladen übernimmt. Als hätten ihr die Bücher geholfen, festzustellen, was sie eigentlich will in ihrem Leben. Und auch die Idee, die hinter dem scheinbar unvollendeten Buch steckt, fand ich sehr berührend. Man merkt einfach, wie Valerie den Büchern immer mehr verfällt, ohne dabei sich selbst aus den Augen zu verlieren.
Toll fand ich auch, dass zwar regelmäßig Bücher erwähnt werden, die ich nicht kannte, oder an die ich mich noch nicht gewagt habe, aber dass der Autor es trotzdem schafft, dies nicht überheblich wirken zu lassen. Dies mag daran liegen, dass Valerie eigentlich keine Ahnung von Literatur hat und Bücher liest, die ihr gefallen. Dass es sich dabei in erster Linie um anspruchsvolle Literatur handelt, scheint eher Zufall zu sein. So hat dieses Buch in mir den Wunsch geweckt, mich auch einmal an ein paar dieser Bücher zu machen und sie zu lesen – schon allein, weil Valeries Begeisterung sehr ansteckend ist.

Ein Buch zu entdecken, das bedeutete, sich frei über die Notwendigkeiten des Alltags zu erheben und auch das eigene Leben für die Dauer der Lektüre aus dem Hier und Jetzt zu pflücken, um es an einen anderen Ort zu verpflanzen.
(76% Kindle Edition)

5Sterne

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