Rezension – Im Schatten der Bräutigamseiche

Im_Schatten_der_BräutigamseicheIm Schatten der Bräutigamseiche | Petra Pfänder | MIRA Taschenbuch | erschienen 2016
Taschenbuch: ISBN 9783956495748 | 9.99€
E-Book: ISBN 9783956495595 | 9.99€
Leseprobe

Als ihre Großmutter stirbt, kehrt Johanna in ihre Heimat, nach Eutin, zurück. Dort stellt sie nicht nur fest, dass das Haus ihr Familie verfallen ist, sondern auch, dass ihre Großmutter offenbar ein Familiengeheimnis hütete. Denn aus dem Astloch in der alten Bräutigamseiche zieht sie einen alten Brief, der auf eine Tragödie in Johannas Familie hindeutet.

Nachdem ich vor kurzem einen echten Glücksgriff gelandet habe mit Als unsere Herzen fliegen lernten, dass ebenfalls ein Stück weit einen 08/15-Plot als Grundlage hatte und von Briefen aus der Vergangenheit handelt, habe ich mich sehr auf Im Schatten der Bräutigamseiche gefreut. Nicht nur, dass ich die Idee mit der Bräutigamseiche sehr romantisch finde, ich hatte auch ein bisschen die Hoffnung, mehr über die deutsche Vergangenheit zu lernen.
Insgesamt bin ich also mit recht hohen Erwartungen an diese Geschichte herangegangen – und wurde enttäuscht.
Es fängt damit an, dass dieses Buch sehr, sehr vorhersehbar ist. Es gab keine überraschenden Wendungen, keine kleinen Wunder. Daneben gab es auch keinerlei originelle Personen oder schlagfertige Gespräche.
Besonders mit den Personen bin ich nicht warm geworden. Sie sind wandelnde Klischees. Es ist ja schön und gut, einen klischeehaften Charakter einzubauen, aber wenn das Buch nur so vor solchen Charakteren wimmelt, dann macht das keinen Spaß mehr. Für mich ein Problem war, dass dies auch auf Protagonistin Johanna zutrifft, die mir nicht sympathisch wurde. Ich fand ihr Verhalten komplett irrational. Sie hatte keine Ahnung, was sie eigentlich will. Besonders auf ihre Gefühle bezogen ist mir das sehr auf die Nerven gegangen, denn sie zieht sich wirklich haarsträubende Argumente herbei, warum es mit einer Beziehung nicht funktionieren sollte. Die Probleme, die in diesem Buch aufkommen, wirkten auf mich sehr gezwungen.
Auch das Ende war mir viel zu schnell und viel zu einfach. Das trifft besonders auf das Rätsel aus der Vergangenheit zu, weitet sich aber auch auf die „Gegenwart“ aus, sodass ich nach dem Epilog dasaß und dachte: „Das war’s schon?!“
Gut gefallen haben mir die Landschaftsbeschreibungen. Denn diese ufern nicht zu sehr aus, schaffen es aber, die Atmosphäre schön darzustellen und haben die Landschaft vor meinen Augen erstehen lassen. Auch Johannas Gefühle in Bezug auf den Tod ihrer Großmutter waren meiner Meinung nach schön dargestellt und hier konnte ich mich sehr gut in sie einfühlen – was mir später leider nicht mehr gelungen ist.

Dieses Buch ist ein wandelndes Klischee mit einem enttäuschenden Schluss und Protagonisten, mit denen ich nicht warm wurde. Überzeugen konnte mich nur die Umgebung und wie sie beschrieben wurde.

Manche Dinge verloren nicht an Bedeutung, ganz gleich, wie viel Zeit verstrich.
– Johanna Petersen (92%, Kindle-Edition)

2SterneKaufen kann man das Buch beispielsweise bei buchhandel.de oder buecher.de


Vielen Dank an NetGalley und HarperCollins für dieses Rezensionsexemplar!

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2 Kommentare zu „Rezension – Im Schatten der Bräutigamseiche

  1. Schade, dass das Buch nicht wirklich toll ist! Die Inhaltsangabe klang doch sehr vielversprechend… doch ich mag Bücher auch nicht, bei denen man jede weitere Szene vorhersehen kann und die Charakteren voller Klischees sind! Echt Schade!
    Wünsche dir einen tollen Tag!

    Gefällt 1 Person

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